Graupapagei

Der Graupapagei (Psittacus erithacus) ist eine Vogelart aus der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae). Er ist die einzige Art der Gattung Psittacus. Mit ca. 33 cm Körperlänge und bis zu 450 g Körpergewicht ist er einer der großen Papageien Afrikas. [1]

Graupapageien werden auch in Europa häufig in Zoos und Privathaltung gehalten und gezüchtet. Aufgrund ihrer hohen Intelligenz und ihrer Sprachbegabung zählen sie in der Kognitionsforschung zu einer der bedeutenden Tierarten. Berichte und Forschungen an freilebenen Graupapageien sind dagegen seltener. Sie tauchen auf Bildern europäischer Künstler nach dem erstmaligen Erreichen des afrikanischen Verbreitungsgebietes durch europäische Seefahrer auf.

Verbreitung
Der Graupapagei bewohnt Zentral- und Westafrika und ist in seinem gesamten Areal Standvogel. Die Verbreitung gibt recht genau das Vorkommen tropischer Regenwälder wieder und reicht an den Arealrändern noch etwas in den Bereich der Feuchtsavannen hinein.

Lebensraum
Der Graupapagei ist ein typischer Baumbewohner. Sein Lebensraum umfasst tropische Regenwälder, Mangroven und Feuchtsavannen. Er hält sich gern im Randbereich der Wälder zur offenen Landschaft hin auf, besucht dort auch Kulturland und Gärten, meidet aber menschliche Siedlungen.

Ernährung
Der Graupapagei bevorzugt vegetarische Nahrung wie Früchte (Nüsse, Beeren), Samen, Blüten und Knospen. Sie sind als wenig spezialisierte Generalisten anzusehen. Die Hauptnahrungsquellen der Papageien sind Früchte und Pflanzenteile, die auf Gehölzen wachsen. Graupapageien sind aufgrund ihres Kletterfußes und des zum Klettern genutzten Schnabels hervorragend an das Leben in Baumwipfeln angepasst.

Moderne Haltung
Graupapageien werden vor allem wegen ihrer Intelligenz und ihrer Sprachbegabung gehalten. Die intelligenten Vögel können auf Veränderungen oder den Verlust von Partnervögeln oder Bezugspersonen äußerst sensibel reagieren. Rupfen kann eine Folge solcher Veränderungen sein.
Wenn Graupapageien nach modernen tiergartenbiologischen Vorstellungen gehalten werden sollen, ist eine gruppen- oder zumindest paarweise Haltung notwendig. Nach diesen Vorstellungen wird die lange als Normalform der Haltung praktizierte Einzelhaltung in der Wohnung ebenso als nicht artgerecht kritisiert wie das Stutzen der Flügel, um etwa die Haltung auf einem Papageienbaum im Freien zu ermöglichen.

Quelle: https://www.biologie-seite.de/Biologie/Graupapagei